Herzlich Willkommen!!!

Neu auf www.PriskaBaumann.com

Dies ist meine kleine Kreativ-Ecke in der grossen, weiten Welt des Internets. Hier sammle ich Inspirationen und Herzensdinge, welche mir auf meinem Weg begegnen und das Leben mit ganz vielen Mosaiksteinchen des Glücks und des Innehaltens bereichern. Die Farbpalette ist gross, die Formenvielfalt unendlich...
Sei herzlich eingeladen in meinen Beiträgen herum zu stöbern und Deine Spuren und Kommentare zu hinterlassen. Priska

*
Posts mit dem Label rainer maria rilke werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label rainer maria rilke werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 10. Dezember 2012

WortWahl



"…und ich möchte Sie, so gut ich es kann, bitten, Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in Ihrem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbst lieb zu haben wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer fremden Sprache geschrieben sind.

Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden können, weil Sie sie nicht leben könnten. Und es handelt sich darum, alles zu leben.

Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines Tages in die Antwort hinein."

~aus: “Briefe an einen jungen Dichter” von Rainer Maria Rilke~
Danke Elisabeth fürs Teilen :)


 
                                                   Bild via  landschaft-foto.com

Freitag, 24. August 2012

SeelenSchmaus

Wie soll ich meine Seele halten,
das sie nicht an deine rührt?
Wie soll ich sie hinheben über dich zu andern Dingen?
Ach gerne möchte ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen,
an einer fremden Stelle,
die nicht weiterschwingt,
wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt,dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Spieler hat uns in der Hand?
O süßes Lied.


~Rainer Maria Rilke~






 

Sonntag, 1. Mai 2011

Noemi Kira


Liebe Noemi


Ich wünsche dir auf deinem Lebensweg Flügel und Wurzeln, damit du ohne Angst frei fliegen kannst, mit dem Wissen, ein Zuhause zu haben.

Ich hab' dich lieb!




DU MUSST DAS LEBEN NICHT VERSTEHEN

Du mußt das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und laß dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen
von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken läßt.

Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.

Es löst sie leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin.

Rainer Maria Rilke




Dienstag, 14. September 2010

Herbst


Herbst. Autumn. Fall. Autunno. Otoño. Automne.


Für mich die schönste Jahreszeit im Jahr. Die Natur, die sich ein letztes Mal aufbäumt, in voller Pracht erstrahlt, bevor sie sich in den Winterschlaf zurückzieht. Die Früchte prall, reif, voller Süsse und die Farben und das Licht intensiver, gegensätzlicher, kräftiger. Die Zeit der Marroni, heisser Schokolade, Waldspaziergängen, bunten Schals, einem Schuss Melancholie und einer extra Portion Kuscheleinheiten.
Herbst - Für mich ein "Nach-Hause-Kommen". Ich liebe diese Zeit!

bilder via www.weheartit.com


Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke

Montag, 23. August 2010

WortWahl


Darin besteht die Liebe: Dass sich zwei Einsame beschützen und berühren und miteinander reden.


Rainer Maria Rilke


Donnerstag, 27. Mai 2010

WortWahl


Ich lieb ein pulsierendes Leben


Ich lieb ein pulsierendes Leben,
das prickelt und schwellet und quillt,
ein ewiges Senken und Heben,
ein Sehnen, das niemals sich stillt.

Ein stetiges Wogen und Wagen
auf schwanker, gefährlicher Bahn,
von den Wellen des Glückes getragen
im leichten, gebrechlichen Kahn ....

Und senkt einst die Göttin die Waage,
zerreißt sie, was mild sie gewebt, -
ich schließe die Augen und sage:
Ich habe geliebt und gelebt!

(Rainer Maria Rilke Band 3 S. 31)








Donnerstag, 22. April 2010

WortWahl


DAS MÄRCHEN VON DER WOLKE


Der Tag ging aus mit mildem Tone,
so wie ein Hammerschlag verklang.
Wie eine gelbe Goldmelone
lag groß der Mond im Kraut am Hang.

Ein Wölkchen wollte davon naschen,
und es gelang ihm, ein paar Zoll
des hellen Rundes zu erhaschen,
rasch kaut es sich die Bäckchen voll.

Es hielt sich lange auf der Flucht auf
und sog sich ganz mit Lichte an; -
da hob die Nacht die goldne Frucht auf:
Schwarz ward die Wolke und zerrann.

Rainer Maria Rilke
Aus: Larenopfer





bild von: www.sternwarte-singen.de